Ihre Fragen – FAQs
Allgemeine Informationen
Wie ist die Förderpraxis der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel?
Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ist eine operativ tätige Stiftung, die eigene Projekte durchführt. Grundsätzlich gibt es Förderschwerpunkte, die der Satzung entnommen werden, allerdings werden aktuell nur eigene Projekte umgesetzt. Anfragen außerhalb des Satzungszweckes kann die Stiftung von vornherein nicht fördern, darunter fallen z.B. die Finanzierung von behindertengerechten Autos, Delfin-Therapien oder die Ausbildung von Assistenzhunden.
Fördert die Stiftung dauerhaft und/oder institutionell?
Nein, eine institutionelle und/oder dauerhafte Förderung schließen wir aus. Die Beteiligung an Projekten anderer Organisationen sind denkbar, allerdings nur mit aktiver inhaltlicher Mitgestaltung durch unsere Stiftung.
Kann man Mitglied der Stiftung werden?
Bei einer Stiftung gibt es aufgrund der Rechtsform leider keine Möglichkeit, Mitglied zu werden. Eine Stiftung wird durch Spenden unterstützt. Interessierte, die sich zu einer Organisation stärker dazugehörig fühlen wollen, können dem Hänsel+Gretel Förderverein e.V. beitreten. Als Fördermitglied verpflichten Sie sich, jährlich einen beliebig wählbaren Beitrag (mindestens 30,- €) zu leisten. Die Mittel aus dem Förderverein werden der Stiftung zur Verfügung gestellt. Mitglieder erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung über ihren Mitgliedsbeitrag. Bitte schreiben Sie uns an: info@haensel-gretel.de
Kann man sich ehrenamtlich bei der Stiftung engagieren?
Zur Durchführung unserer Projekte benötigen wir in erster Linie Fachpersonal. Wenn Sie die Stiftung allerdings unterstützen möchten, gibt es z.B. die Möglichkeit sich für das Projekt "Notinsel" an Standorten einzusetzen, die dies wünschen. Sie müssten mit den Projektträgern vor Ort Kontakt aufnehmen, diese finden Sie unter www.notinsel.de
Was bedeutet das DZI-Spendensiegel?
Das DZI-Spendensiegel dient als Orientierungs- und Entscheidungshilfe, erhöht die Vergleichbarkeit der Organisationen, macht den Spendenmarkt übersichtlicher und sorgt für eine wirkungsvollere Hilfeleistung. Es wird an gemeinnützige Organisationen vergeben, die folgende Kriterien erfüllen:
- wahre, eindeutige und sachliche Werbung in Wort und Bild,
- nachprüfbare, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Mittel unter Beachtung der einschlägigen steuerrechtlichen Vorschriften,
- eindeutige und nachvollziehbare Rechnungslegung,
- Prüfung der Jahresrechnung und entsprechende Vorlage beim DZI,
- interne Überwachung des Leitungsgremiums durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan,
- Prämien, Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung von Spenden nur unter strengen Auflagen.
Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ist mit dem DZI-Spendensiegel seit 1999 zertifiziert und garantiert so einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit Spenden, Geldauflagen, Erbschaften und Vermächtnissen.
Ist der Hänsel+Gretel Förderverein e.V. ebenfalls DZI-zertifiziert?
Der Hänsel+Gretel Förderverein e.V. unterstützt ausschließlich die Aktivitäten der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel und ist selbst nicht Träger des DZI-Spendensiegels. Der Verein strebt dies aufgrund seiner kleinen Größe nicht an.
Was bedeuten die „Grundsätze guter Stiftungspraxis“ zu denen sich die Stiftung bekennt?
Die Grundsätze guter Stiftungspraxis definieren einen klaren Orientierungsrahmen für effektives und uneigennütziges Stiftungshandeln. Immer mehr Stiftungen gestalten ihre Stiftungsarbeit entsprechend den Grundsätzen guter Stiftungspraxis und bekennen sich zu dieser Selbstverpflichtung. Sie gelten für alle gemeinwohlorientierten Stiftungen, unabhängig davon, in welcher Rechtsform sie verfasst sind und richten sich in erster Linie an Stiftungsorgane, Stiftungsverwalter und Stiftungsmitarbeitende. Gleichzeitig geben sie auch potenziell Stiftenden in ihren Überlegungen und im Gründungsprozess Orientierung, damit die von ihnen gesetzten Stiftungszwecke dauerhaft und wirkungsvoll erfüllt werden können.
https://www.stiftungen.org/stiftungen/stiftungsgruendung/grundsaetze-guter-stiftungspraxis.html
Spenden
Wie lautet das Spendenkonto?
Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel bei der Sozialbank
IBAN: DE25 6602 0500 0000 0006 00 BIC: BFSWDE33KRL
Spenden über unser Formular: https://haensel-gretel.de/spenden
Spenden über Paypal: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=SHASJ8DT5Q7RJ
Wie organisiere ich eine private Spendenaktion?
Bitte unser Spendenkonto nutzen und ein Stichwort angeben (z. B. „Geburtstag Name“). Auf Wunsch stellen wir Spenderlisten bereit. Infomaterial (Prospekte/Überweisungsträger) senden wir bei Bedarf gerne zu.
Falls Sie eine eigene Aktivität planen, können Sie auch über betterplace.org unsere Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel bedenken. https://www.betterplace.org/de/projects/138580-starke-kinder-kiste
Stellt die Stiftung Spendenbescheinigungen aus?
Vorausgesetzt Ihre Adresse liegt uns vor, erhalten Sie ab einer Spende von 300 € automatisch eine Zuwendungsbescheinigung. Für Spenden unter 300 € genügt grundsätzlich zur Geltendmachung beim Finanzamt die Vorlage Ihres Kontoauszuges in Verbindung mit dem vereinfachten Spendennachweis. Diesen finden Sie hier. Auf Wunsch stellen wir gerne auch bei einem niedrigeren Spendenbetrag eine Spendenquittung aus. Bitte geben Sie in diesem Fall im Verwendungszweck Ihrer Überweisung Ihre Anschrift und das Stichwort "Spendenquittung" an.
Wie kann ich meiner Dauerspende kündigen?
Sie können Ihre wiederkehrende Spende (Dauerspende) jederzeit und ohne Angaben von Gründen bei der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel kündigen. Ihre Kündigung erfolgt schriftlich auf dem Postweg oder bevorzugt per E-Mail an info@haensel-gretel.de.
Hilfe finden
Wo finden Betroffene von sexualisierter Gewalt und deren Begleiter fachliche Hilfe?
Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ist KEINE Fachberatungsstelle und verfügt über KEINE eigenen Therapie- oder Beratungsangebote. Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel führt bundesweit Projekte, insbesondere zur Prävention von sexualisierter Gewalt und zur Stärkung von Kindern durch.
Betroffene und/oder deren Angehörige finden Hilfe bei einer Fachberatungsstelle oder dem Jugendamt am jeweiligen Wohnort oder in der näheren Umgebung. Die einschlägigen Kontaktdaten sind in den "Gelben Seiten" oder auch regelmäßig in der regionalen Tageszeitung, Amtsblättern oder z.B. auch in Eltern- und Kinderzeitschriften zu finden.
Die bundesweite telefonische Anlaufstelle für Erwachsene (Eltern, Freunde, Erzieher, Lehrer, Nachbarn…) bietet das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch unter der Telefonnummer 0800-22 55 530. Hier werden Hilfesuchende anonym und kostenlos von kompetenten und speziell geschulten Fachkräften beraten. Das Hilfetelefon ist zu folgenden Zeiten erreichbar: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr sowie Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr. An bundesweiten Feiertagen, sowie am 24. und 31. Dezember ist das Hilfetelefon nicht besetzt. Auf unserer Internetseite finden Sie im Header den Link zum "Hilfeportal – sexueller Missbrauch". Dort gibt es weitere Auskünfte über mögliche Anlaufstellen in ganz Deutschland.
Wichtige Kontakte:
- Nummer gegen Kummer (Kinder/Jugendliche): 116 111 – www.nummergegenkummer.de
- N.I.N.A.: https://nina-info.de/
- krisenchat: www.krisenchat.de
- Hilfeportal Sexueller Missbrauch: www.hilfe-portal-missbrauch.de
- Elternberatung (NgK): 0800 111 0550 – www.nummergegenkummer.de/elternberatung
Wo finden Betroffene von sexualisierter Gewalt finanzielle Hilfe?
Leider kann unsere Stiftung in solchen Fällen KEINE Unterstützung leisten. Folgende Informationen stellen wir - OHNE GEWÄHR - zur Verfügung:
Staatliche Leistungen:
- Opferentschädigungsgesetz (OEG)
Betroffene können Leistungen nach dem OEG beantragen, etwa Heil- und Krankenbehandlung, Rentenzahlungen bei bleibenden Schäden oder Hilfen zur beruflichen Wiedereingliederung. Zuständig sind die Versorgungsämter. - Prozesskostenhilfe
Für zivil- oder strafrechtliche Verfahren (z. B. Schmerzensgeldklagen) können die Kosten vom Staat übernommen werden, wenn kein eigenes Einkommen vorhanden ist. - Härteleistungen nach SGB XII
In besonderen Fällen können auch Leistungen der Sozialhilfe greifen.
Fonds und Organisationen:
- Kirchliche Entschädigungsfonds
Für Betroffene sexualisierter Gewalt in kirchlichen Einrichtungen existieren eigene Entschädigungsfonds. - Weißer Ring e.V.
Bietet finanzielle Soforthilfe (z. B. für Anwaltskosten, Therapien, Fahrtkosten, Notlagen). - Opferschutzvereine regional
Viele Bundesländer haben eigene Vereine oder Beratungsstellen, die auch finanzielle Hilfen vermitteln.
Projekte
// Notinsel
Wer kann Notinsel werden?
Geschäfte, Banken, Apotheken, Friseure, Arztpraxen, öffentliche und andere geeignete Einrichtungen. Privatadressen sind ausgeschlossen. Voraussetzung ist immer ein Projektträger vor Ort (Stadt/Gemeinde/Landkreis). Bestehende Standorte & Träger: www.notinsel.de. Registrierung (nur wenn es einen Träger vor Ort gibt): https://www.notinsel.de/notinsel-werden.
An wen wenden sich interessierte Notinseln?
Immer an den Projektträger vor Ort. Eine Übersicht aller Standorte & Kontakte findet man auf www.notinsel.de.
Was wenn es keinen Projektträger vor Ort gibt? Kann ich trotzdem Notinsel werden?
Leider nein. Bitte wenden Sie sich an Ihre Gemeinde/Bürgermeister*in, damit diese ggf. mit uns Kontakt aufnehmen.
Wir wollen Projektträger werden – wie geht das?
Alle Infos finden interessierte Orte unter www.notinsel.de, im Bereich „Projektträger werden“ und in den FAQs der Notinsel-Webseite. Nach einer schriftlichen Interessenbekundung mit vollständigen Kontaktdaten senden wir die wichtigen Informationen und eine Projektträger-Vereinbarung zu.
Wir haben uns entschieden Projektträger zu werden – was passiert als Nächstes?
Nach Unterzeichnung der Vereinbarung erhalten Sie weitere Infos sowie eine einmalige Rechnung in Höhe von 750 Euro. Der Standort wird auf www.notinsel.de angelegt und das Profil mit Zugriff auf alle projektrelevanten Dateien freigeschaltet. Das Projekt kann umgesetzt werden. Die Stiftung steht dauerhaft als Ansprechpartner zur Verfügung.
// Starke Kinder Kiste! (SKK)
Wer kann SKK-Fachstelle werden und was ist deren Rolle?
Fachberatungsstellen schulen Kitas vor Ort in der Umsetzung des Projektes und der Anwendung des ECHTE SCHÄTZE Präventionsprogramm. Die Schulungen finanzieren die Kitas selbst – allerdings wird die Schulung pro Kiste mit einem Schulungsgutschein unterstützt. Ihre Fachstelle möchte Schulungspartner*in werden? Sprechen Sie uns gerne an. In einer Kooperationsvereinbarung – die wir Ihnen gerne per EMail zusenden – sind alle Details erklärt.
Ausführliche Projektinfos finden sich auf dieser Seite https://haensel-gretel.de/projekte/starke-kinder-kiste.
Wie wird das Projekt in den Kitas umgesetzt?
3–5 Kitas (ein Träger oder gemischt) bilden einen sog. Kita-Verbund und bewerben sich gemeinsam (siehe Selbstverpflichtung + Bewerbungsformular) für eine Kiste. Alternativ kann die Starke Kinder Kiste auch mit unserer finanziellen Unterstützung selbst finanziert werden. Bei Mengenabnahmen z.B. durch größere Träger können individuelle Lösungen gefunden werden.
Wie ist der Ablauf von der Bestellung, Lieferung zum Pressetermin?
- Sie reichen die Selbstverpflichtung mit Bestellformular ein.
- Wir beauftragen Ihre Kiste. Die Lieferzeit dauert i. d. Regel 4–6 Wochen.
Hinweise: Pro Kiste kommen 3 Pakete (Kiste, Begleitmaterial, Minibücher), ggf. an unterschiedlichen Tagen. Jeder Kiste liegt ein Umschlag bei, in dem 1 Warengutschein (50 Euro) und 1 Schulungsgutschein (150 Euro) enthalten ist. Je nach Vereinbarung kann auch kein Schulungsgutschein beiliegen.
- Zugang zum Extranet: Sie erhalten nach Ihrer Bestellung per E-Mail einen Zugangslink zu unserem Extranet, wo Sie Projektvorlagen und Infos erhalten.
- Schulung planen: Sie erhalten eine Liste mit den zuständigen Fachstellen für die Echte-Schätze-Schulung. Sie vereinbaren mit einer für Sie (räumlich) geeigneten Fachstelle einen (selbst zu finanzierenden) Schulungstermin. Achtung: hierfür sollen Sie den 150 Euro-Schulungsgutschein zusätzlich nutzen und der Fachstelle aushändigen.
- Presse & Socialmedia: Sie erhalten geeignete Vorlagen für Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Extranet. Bitte beachten Sie die dortigen Hinweise, insbesondere zum Datenschutz und der Kommunikations- und Bildinhalte. Bitte beachten Sie bei Förderung durch Spender/Sponsor deren Einbezug in die Pressearbeit.
Wie bestellen Kitas Ersatz-Materialien?
Nachbestellungen erfolgen ausschließlich direkt über den Petze-Shop unter https://petze-institut.de/petze-shop/. Dort lösen Sie auch den 50,-€-Warengutschein ein. Diesbezügliche Förderanfragen an die Stiftung sind nicht möglich.
// Deutscher Kinderschutzpreis
Was ist der Deutsche Kinderschutzpreis?
Der Preis zeichnet Menschen, Initiativen und Projekte aus, die mit Leidenschaft, Kreativität und Professionalität Herausragendes für den Kinderschutz leisten.
Wer sind die Partner?
Der Deutsche Kinderschutzpreis ist ein Projekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel gemeinsam mit acht Partner-Organisationen:
- ACT Against Child Abuse
- Athleten Deutschland e.V.
- Deutscher Präventionstag (DPT)
- Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI)
- Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM)
- Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
- Innocence in Danger e.V.
- World Childhood Foundation Deutschland
Nach welchen Kriterien wird bewertet?
Die Jury orientiert sich an sieben Dimensionen: Themenbezug, Leidenschaft & Beteiligung, Kreativität, Qualität, politische/gesellschaftliche Impulse, Nachhaltigkeit und Wirkung.
Wie wird der Preis vergeben?
Es gibt keinen festen Vergaberhythmus. Eigene Vorschläge der Jury-Mitglieder, Bewerbungen und Nominierungen werden von der Jury geprüft, jede Partner-Organisation hat dabei eine Stimme.
// FFIPS
Was ist FFIPS?
FFIPS ist die „Fortbildung zur Fachkraft für Intervention und Prävention bei sexualisierter Gewalt an Schulen“, mit dem Ziel Schulen sicherer zu machen und Lehrkräften Handlungssicherheit zu geben. Die Angebote zu sexualisierter Gewalt sind im Schuldienst rar und Ausbildungsstandards selten. FFIPS schließt diese Lücke mit praxistauglichen Verfahren und Standards.
Für wen ist die Fortbildung gedacht?
Für pädagogische Fachkräfte an Schulen (Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulleitungen) sowie Lehramtsanwärter*innen.
Wie ist FFIPS aufgebaut?
5 Module werden an 9 Schulungstagen in Präsenz und Online bearbeitet, inkl. Zertifikats-Prüfung.
- Modul 1 — Basiswissen: Begriffe, Erkennen, Täter*innenstrategien, Auswirkungen, Recht, Selbstfürsorge.
- Modul 2 — Prävention: Kinderrechte, Haltung, Grundsätze/Methoden, Best Practice.
- Modul 3 — Intervention: Falleinschätzung, Interventionsprozess, Datenschutz, Doku, Vernetzung, Anzeige, Rollen.
- Modul 4 — Schutzkonzept: Schritte & Verantwortlichkeiten, Risikoanalyse, Bausteine, Planspiele/Fragebögen.
- Modul 5 — Reflexion & Prüfung: Erfahrungsaustausch, Praxisreflexion, Prüfungsaufgabe, Zertifikatsprüfung.
Welches Ergebnis erwartet die Absolventen?
Nach Abschluss verfügen Teilnehmende über fundiertes Handwerkszeug, kennen die Grundlagen wirksamer Schutzkonzepte und können Präventions- und Interventionsmaßnahmen qualifiziert entwickeln und umsetzen. Abschluss mit FFIPS-Zertifikat.
Anmeldung & Kosten der Fortbildung?
Die Fortbildungskosten entnehmen Sie immer der aktuellen Ausschreibung. Im Preis sind die 9 Schulungstage, Tagungsverpflegung, Prüfungskosten, Unterlagen und Zertifikat enthalten. Bitte klären Sie mit Ihrem Schulträger Eigenanteil & Kostenbeteiligung. Geben Sie bei der Anmeldung die korrekte Rechnungsanschrift an. Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tage nach Rechnungserhalt zu überweisen. Erst mit Eingang der Zahlung ist der Platz verbindlich gebucht.
// Kulturlotsen
Was ist das Kulturlosenprojekt?
Das Kulturlotsen-Projekt Karlsruhe bringt Kinder und Jugendliche (6–16 Jahre) in besonderen Lebenslagen mit ehrenamtlichen Erwachsenen zusammen. Kulturlotsen*Innen besuchen mit Ihren Lotsenkindern etwa einmal im Monat für zwei Jahre Kultureinrichtungen wie Theater, Museen oder Workshops. Ziel ist es, Kindern Zugang zu Kultur zu eröffnen, wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen und eine verlässliche Bezugsperson an ihrer Seite zu haben. Bevor ein Tandem startet, gibt es ein Kennenlern-Treffen mit Eltern, Kind und Lotse*in, damit alle prüfen können, ob es passt.
Wer sind die Projektträger des Kulturlotsenprojektes?
Ist ein Projekt der Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, des Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Karlsruhe und des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe.
Was sind die Voraussetzungen für Lotsen?
Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich langfristig einzubringen, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen und am Aufnahmeverfahren (Bewerbung, Gespräch, Kennenlernen) teilzunehmen. Tandems werden nach Interessen und Persönlichkeit sorgfältig gematcht, die Projektleitung begleitet und unterstützt.
Kulturlots*innen erhalten monatlich Veranstaltungsübersichten, wählen mit dem Kind passende Angebote aus und dürfen die Einrichtungen kostenlos besuchen. Drei- bis viermal jährlich gibt es zusätzliche Treffen zum Austausch. Teilnehmen können ausschließlich Kinder und Erwachsene aus dem Stadtgebiet Karlsruhe; auch Besuche in kleinen Gruppen sind möglich.
Was sind die Voraussetzungen und wichtige Hinweise für Lotsenkinder und deren Eltern?
Die Projektleitung prüft Bewerbungen, sorgt für Sicherheit (u.a. Führungszeugnis, Schulung der Lots*innen) und bleibt während der ganzen Laufzeit Ansprechpartnerin für Eltern und Kinder. Vereinbarungen zu Treffpunkten und Abholung werden schriftlich festgehalten.
Anmelden können Sie Ihr Kind entweder über Fachstellen (z.B. Schulsozialarbeit, Familienhilfe) oder direkt selbst, wenn ein Unterstützungsbedarf vorliegt – z.B. bei Alleinerziehenden, geringem Einkommen, vielen Geschwistern, sprachlichen Herausforderungen oder Behinderung. Kosten für Eintritte übernimmt das Projekt, nur Taschengeld für Extras ist optional.
Wo finde ich Informationen und Kontakt zum Projekt?
Die Projektleitung liegt beim Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Karlsruhe.
Bitte direkt kontaktieren: Hannah Nerlich unter der E-Mail: hn@dksb-ka.de
Ausführliche Informationen zum Projekt unter www.kulturlotsen-ka.de
// Kein Täter werden
An wen richtet sich das Projekt?
„Kein Täter werden“ richtet sich an Personen mit sexuellem Interesse an Kindern. Das Projekt bietet Vertraulichkeit, einen geschützten Rahmen und ein auf Akzeptanz basierendes Konzept. Im Rahmen der "Therapie" werden Wege zu einem gesetzeskonformen und zufriedenen Leben erarbeitet.
Wie unterstützt die Stiftung das Projekt?
„Kein Täter werden“ begann 2005 als Pilotprojekt am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité – Universitätsmedizin in Berlin und wurde seitdem im gesamten Bundesgebiet, der Schweiz und Liechtenstein etabliert. Im Rahmen von Forschungskooperationen gibt es inzwischen weltweit Angebote, die sich auf einen vergleichbaren Ansatz stützen.
Die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel hat das Projekt seit seinem Start maßgeblich unterstützt, unter anderem durch politische Gespräche, Kampagnen sowie die Finanzierung des Projektbeirates. Die Bedeutung für den präventiven Kinderschutz ist enorm und eine Chance für mehr Kinderschutz. Die hohe Zahl freiwillig Hilfesuchender und die nachgewiesenen Erfolge bestärken dieses Engagement. Jeder verhinderte Übergriff schützt gefährdete Kinder.
Wo gibt es Hilfestellen?
// Sonstige Projekte
Was ist der Hänsel & Gretel Herzenspreis?
Der Hänsel & Gretel Herzenspreis ist eine Auszeichnung der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel & Gretel für besonderes Engagement im Kinderschutz. Er ist mit mindestens 2.000 Euro dotiert und wird NICHT über ein Ausschreibungsverfahren, sondern direkt von der Stiftung vergeben. Gewürdigt werden herausragende Projekte, Initiativen oder Persönlichkeiten, die sich mit Herzblut und Verantwortung für den Schutz von Kindern und die Stärkung ihrer Rechte einsetzen. Der Preis ist zugleich mit einer finanziellen Unterstützung verbunden und als Zeichen der Wertschätzung zu verstehen.
Kinderschutz Podcast
Wie arbeitet der Kinderschutz Podcast?
Wir laden Personen aus Praxis, Wissenschaft & Öffentlichkeit ein, die Kinderschutz sichtbar machen. Der Podcast ist ein Dialogformat auf Augenhöhe, kein Frontalinterview.
Sind Themen oder Gästevorschläge für den Kinderschutz Podcast erwünscht?
Wir freuen uns grundsätzlich über Themenvorschläge & Anfragen. Unser vierköpfiges Hosting-Team entscheidet in gemeinsamer Redaktionsrunde. Auch wenn Vorschläge nicht sofort aufgegriffen werden, kommen Sie ggf. in den Themenspeicher. Rückmeldungen können auch einmal etwas länger dauern. Bitte nicht mehrfach und separat bei den Einzelpersonen anfragen, wir koordinieren das intern.